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Videokonferenzen

Hinweise zu Videokonferenzen mit Schüler:innen


Vorbereitung und Durchführung

  1. Terminieren Sie die Videokonferenz frühzeitig und informieren Sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber. Über geteilte Kalendertermine können auch Mitteilungen kurz vor Beginn der Konferenz verschickt werden.
  2. Falls es ihre erste Videokonferenz sein sollte: probieren Sie die Software aus und testen Sie die einzelnen Funktionen (z.B. Mikrofon / Kamera ausschalten)
  3. Suchen Sie sich eine ruhige und möglichst neutrale Umgebung zur Durchführung der Konferenz.
  4. Sie können eine Videokonferenz mithilfe von Notizen einfacher strukturieren bzw. phasieren.
  5. Informieren Sie Schülerinnen und Schüler vorher über die Netiquette: es hat sich als hilfreich erwiesen, dass Schülerinnen und Schüler mit ausgeschalteten Mikrofonen und evtl. ausgeschalteten Kameras (Datenschutz) an der Konferenz teilnehmen und sich über eine Chatfunktion melden, um z.B. Texte vorzulesen oder Fragen zu stellen.
  6. Bildschirmfreigabefunktionen können genutzt werden, um vorbereitete Folien, zusammengefasste Information oder eine Whiteboardsoftware auf genutzten Geräte einzusetzen. Auch Schülerinnen und Schüler können ihre Bildschirme freigeben, um z.B. ein Foto ihres Heftes zu präsentieren.

Während der Konferenz

  1. Schalten Sie die Videokamera ein, damit die Schülerinnen und Schüler Sie sehen.
  2. Versuchen Sie vorbereitete Folien nicht nur vorzulesen, sondern möglichst frei vorzustellen.
  3. Reagieren Sie - wie im Unterricht - mit variabler Toleranzschwelle auf Störungen: Schülerinnen und Schüler können auf eventuell durch die Lehrkraft stumm gestellt werden, falls sie die Konferenz stören.
  4. 10. Fassen Sie die wesentlichen Informationen am Ende noch einmal zusammen und machen Sie die Informationen für die Schülerinnen und Schüler - auch die abwesenden - verfügbar.

Nach der Konferenz

  1. Machen Sie wichtige Materialien unmittelbar nach der Konferenz verfügbar, damit die Schülerinnen und Schüler mit ihnen arbeiten können.
  2. Reflektieren Sie, was gut und was nicht so gut funktioniert hat.
  3. Planen Sie die nächste Konferenz. Durch Kontinuität wird dieses Unterrichtsersatzformat eingeübt und ritualisiert.

Ergänzungen?

  • zu Punkt 5: Richten Sie nach Möglichkeit einen Warteraum ein. Sie können dann alle Teilnehmer gemeinsam in die Konferenz hereinholen. (Abhängig vom Videokonferenztool)
  • zu Punkt 5: Vereinbaren sie mit den Kindern vorab "Klarnamen" damit die Kinder sich während der Konferenz nicht hinter Aliassen "verstecken" können. Diese "Klarnamen" können aus Datenschutzgründen auch "verschlüsselt" sein, wichtig ist, dass Sie sie zuordnen können. 
  • zu Punkt 6: Ggfs. die Bildschirmfreigabefunktion für Teilnehmer in den Einstellungen deaktivieren, damit die Schülerinnen und Schüler die Funktion nicht missbrauchen. Einzelne Freigaben können dann vom Moderator nach Bedarf während der Konferenz erteilt werden.  (Abhängig vom Videokonferenztool)
  • zu Punkt 6: Bei der Bildschirmfreigabe nach Möglichkeit nicht den ganzen Bildschirm sondern nur die Anwendung freigeben. Vorher alle Anwendungen die man nutzen möchte öffnen, um langes Suchen zu vermeiden.

Organisation einer Videokonferenz

  • Eine Videokonferenz sollte möglichst kooperativ aufgebaut werden, um die Schülerinnen und Schüler aktiv am Geschehen zu beteiligen (ähnlich dem "normalen" Unterricht).

   Neben der Möglichkeit gemeinsam am Whiteboard zu arbeiten (z.B. über Explain Everything)    

   können die Kinder bei einigen Videokonferenzportalen auch in Break out Sessions auf 

   Gruppenräume verteilt werden, um in kleinen Teams an Aufgaben zu arbeiten. Ergebnisse 

   hinterher wieder in der großen Runde besprechen. 

  • Des Weiteren sollte der Einstieg gut geplant sein, um Motivation, das Gefühl der Mitarbeit direkt zu schaffen (onboarding). Dies kann über eine Umfrage direkt zu Beginn geschehen, z.B. über Aufgaben oder Texte die den Schülern vorher zur Verfügung gestellt wurden. Einige Videokonferenztools bieten Umfragemöglichkeiten direkt an, ansonsten externe nutzen (z.B. Mentimeter)   
  • Als Moderator:in nach Möglichkeit 2 Monitore nutzen 

   Monitor 1 (PC): Gruppe/Chat

   Monitor 2 (iPad): Anwendungen/Präsentationen. 

   Wenn man ein iPad nutzt, kann man in den Aufzeichnungen/Präsentationen mit dem Stift    

   hineinzeichnen (Whiteboard). Anstelle eines iPads kann man auch ein digitales „Zeichenbrett“ 

   nutzen. 

  • Wenn man Versuche o.ä. präsentieren möchte eine 2. Kamera (auch GoPro gut einsetzbar) mit langem Kabel verbinden und nutzen.